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Sonderausstellung Eduard Ockel - 
zum 190. Geburtstag eines märkischen Malers

Landrat Alexander Tönnies, Forscher Dr. Gerd Kley und die stellvertretende Museumsleiterin Ulrike Rack eröffnen „Das Jahr der vier Künstler“ mit Gemälden von Eduard Ockel

Für seine Porträts, Tiere und Landschaften war Eduard Ockel Ende des 19. Jahrhunderts berühmt. Doch der gebürtige Schwantener ist in Vergessenheit geraten. Eine neue Ausstellung im ReMO – Regionalmuseum Oberhavel, die auf eine Initiative des Heimatforschers und Ockel-Biografen Dr. Gerd Kley zurückgeht, wird das nun ändern. Die Sonderausstellung „Eduard Ockel – Zum 190. Geburtstag eines märkischen Malers“ ist am Donnerstag, 01.02.2024, eröffnet worden. Bis Mitte April haben Gäste Gelegenheit, 36 seiner Bilder zu erleben. 25 Originale und elf Kopien hängen noch bis Mitte April im ReMO im Oranienburger Schloss.

„Mehr als 100 Jahre nach dem Tod des Malers können Besucherinnen und Besucher in die Kunstwelt des 19. Jahrhunderts abtauchen. Das ist etwas Besonderes, eine Möglichkeit, die in den kommenden zweieinhalb Monaten hoffentlich sehr viele Menschen wahrnehmen werden“, sagte Landrat Alexander Tönnies zur Eröffnung. „Übrigens ist die Ausstellung auch für Schülerinnen und Schüler sehr sehenswert.“

Die Sonderschau zu Eduard Ockel ist in zwei Bereiche unterteilt: Texte beschreiben die Stationen seines Lebens, teilweise begleitet von Bildern. Im Nebenraum hängt eine Auswahl seiner Gemälde. Das Gros sind Originale. Elf Leihgeber aus Oberkrämer und ganz Deutschland haben sie dem ReMO für die kommenden Wochen zur Verfügung gestellt – darunter sind Schwantes Ortsvorsteher Dirk Jöhling, Karl-Dietmar Plentz, Schwantes Schlossherrin Loretta Würtenberger und Ockel-Biograf Dr. Gerd Kley. Die Ausstellungsmacher haben zudem Gemälde bei einem Sammler in Kalifornien (USA) aufgespürt, sie zeigen Ansichten aus Kremmen, Schwante und Summt. „Diese Bilder nach Oranienburg zu holen, wäre jedoch zu aufwändig gewesen. Deshalb haben wir Kopien anfertigen lassen“, erklärte die stellvertretende Museumsleiterin Ulrike Rack. „Gerade die Bilder vom Kremmener Luch sind zeitgeschichtlich wertvoll, sie zeigen die Landschaft vor der Trockenlegung im 19. Jahrhundert.“

Kunst im ReMObil
Die Ausstellung zu Eduard Ockel ist die erste in der Reihe „Das Jahr der vier Künstler“. Gerhard Rommel, Roland Berger und Georg Weise sind weitere Künstler, denen das ReMO 2024 eine Ausstellung widmen wird. Zu den unterschiedlichen Kunststilen und regionalen Künstlern plant das Regionalmuseum auch im ReMObil eine Veranstaltung. Das mobile Museum besucht Schülerinnen und Schüler nach Wunsch direkt im Unterricht. Weitere Informationen gibt es unter https://remo.oberhavel.de oder telefonisch unter 03301 601-5770.


Geöffnet ist das ReMO – Regionalmuseum Oberhavel, Schloßplatz 1 in Oranienburg, dienstags bis sonntags von 10.00 bis 16.00 Uhr, ab April bis 17.30 Uhr.

Das pünktlich vor der Sonderausstellung erschienene Buch von Autor Dr. Gerd Kley mit dem Titel „Johann Carl Wilhelm Eduard Ockel: Der vergessene Maler der Mark Brandenburg – Versuch einer Wiederentdeckung“ ist zum Preis von 15,00 Euro im Findling-Verlag erschienen. Es ist im ReMO – Regionalmuseum Oberhavel oder im Buchhandel, ISBN 978-3-933603-81-4, erhältlich.