Verena Siol: Strukturen - Arbeiten in Ton
Unter dem Titel „Strukturen – Arbeiten in Ton. Atelier Verena Siol“ stellte das ReMO –Regionalmuseum Oberhavel Kreationen der Oranienburger Künstlerin aus. „In ihren keramischen Arbeiten verarbeitet Verena Siol ganz verschiedene Arten von Ton, darunter Porzellan und Steinzeug. Farben, Körnungen und Schamottierungen sind sehr unterschiedlich. Das macht ihr Werk ganz besonders interessant“, sagte der für Kultur zuständige Dezernent Holger Mittelstädt, der die Ausstellung am 22.01.2026 im ReMO gemeinsam mit der stellvertretenden Museumsleiterin Ulrike Rack eröffnete.
„Verena Siol nutzt Brüche und Schnitte, Stauchungen und Stempel, aber auch Reliefs und sogar Deformationen. Ihre Gestaltungsmethoden sind sehr unterschiedlich“, sagte Ulrike Rack.
Für Verena Siol spielt die natureigene Farbe, die Oberflächenbeschaffenheit des Tons und der Umgang mit dem Feuer eine wesentliche Rolle. Aus hochgebranntem Steinzeug erschafft sie zeitlose und langlebige Keramiken – diese setzt sie bewusst der industriellen Produktion entgegen. Neben Gefäßformen entstehen unter ihren Händen Wandreliefs und plastische Gestaltungen. Die Ausstellung dauerte bis zum 25.04.2026. Im Rahmen des Orangefestes am 26.04.2026 war Verena Siol noch einmal in der Ausstellung im ReMO zu Gast um ihre Werke in einem Künstlergespräch vorzustellen.
Die Künstlerin
Verena Siol stammt aus dem Südharz. Nach dem Ingenieursstudium mit der Fachrichtung Silikattechnik an der Bauhausuniversität Weimar schloss sie Anfang der 1990er-Jahre ein
Aufbaustudium im Bauingenieurwesen an der Thüringer Akademie Weimar an. 1994 bis 2005 arbeitete sie auf dem Gebiet der Bausanierung und Baudenkmalpflege. Seit 2006 ist Verena Siol freie Künstlerin mit Ateliers in Oranienburg und im italienischen Morinesio. Sie ist außerdem als Dozentin tätig. 2014 schloss sie außerdem ein Aufbaustudium zur Kunsttherapeutin am Institut für Kunsttherapie Berlin-Brandenburg ab.