Kennst du deine Heimat Oberhavel?
ReMO eröffnet am 13.08.2021
Neuer Name, neues Logo, neuer Inhalt, moderne Inszenierung: Am 13.08.2021 wurden nach längerer Schließzeit die Pforten des neuen ReMO – Regionalmuseum Oberhavel wieder aufgeschlossen. Der damalige Landrat Ludger Weskamp und der damalige für das Umbauprojekt verantwortliche Dezernent Matthias Rink eröffneten die neu gestalteten Ausstellungsräume im Oranienburger Schloss vor Vertretern aus dem Land- und dem Kreistag sowie etwa 50 weiteren Gästen feierlich.
Dem vorangegangen waren neben einer Neukonzeptionierung des alten Kreismuseums umfangreiche Umbauarbeiten. Ab Dezember 2020 konnten dann alle Ausstellungsräume wieder genutzt und die Fertigstellung der Installation der gänzlich neu konzipierten Ausstellung abgeschlossen werden. Die größte logistische Herausforderung stand mit dem Umzug des vergleichsweise großen Gemäldes „Allegorie auf Oranienburg“ bevor, das in diesem Zuge gleich eine umfassende Restaurierung erfahren hat.
ReMO – eine Reise durch die Zeit
Der als Zeitreise konzipierte Ausstellungsrundgang bildet die große Klammer: In elf Räumen präsentiert das ReMO auf 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche Regionalgeschichte von der Gegenwart bis zurück zu den Eiszeiten. Jedem Raum ist dabei eine eigene Epoche oder ein eigener historischer Schwerpunkt zugeordnet. Die passende Gestaltung verdeutlicht dies, so entstand beispielsweise im Themenraum über das Mittelalter ein Nachbau des Ruppiner Tores in Gransee, im Themenraum „DDR-Geschichte“ wird das Thema Mauer und Flucht veranschaulicht. Zu sehen ist auch eine Hütte, die einem slawischen Blockbohlenhaus nachempfunden ist wie auch Originale von bekannten Oberhaveler Persönlichkeiten, etwa dem Fußballprofi Fabian Holland von Darmstadt 98 oder dem Musiker Michael Schwandt der Band Karat. Erstmals in der Museumsgeschichte umfasst der Blick nunmehr das gesamte Territorium des heutigen Landkreises Oberhavel.
Ziel ist es, vor allem Kindern und Jugendlichen modern und spannend die Geschichte ihrer Heimat Oberhavel zu erzählen. Dabei hat das Team des ReMO mutig und kreativ den Gestaltungsspielraum genutzt, um Oberhavel in all seinen Facetten – lebendig und digital unterstützt – zu präsentieren. Viele neue historische Objekte werden erstmals präsentiert und es wird auch die jüngere Oberhaveler Geschichte erzählt – und zwar in einer interaktiven Form. Texte, Bilder oder Filme laden zum Mitmachen und zu einem aktiven Austausch der Generationen ein. So macht Geschichte Spaß!
Museumsmaskottchen „Mausfried von der Havel“
Und einer darf natürlich nicht fehlen: Das neue Museumsmaskottchen „Mausfried von der Havel“. Als erste Maus im Haus weiß er alles über die Schlossgeschichte und was sich in der Region zugetragen hat. Speziell für Kinder ausgearbeitete Informationen sind in jedem der elf Ausstellungsräume zu finden. Interaktive Elemente wie digitale Entdeckerstationen, Schübe, Klappen, Spiele und ein Hörbuch helfen den Kindern dabei, das Quiz im Entdeckerheft zu lösen. Wer es schafft, erhält eine mausestarke Überraschung. Ganz Pfiffige finden auch den Eingang zu Mausfrieds kleiner Mäusewohnung und können einen Blick in sein Wohnzimmer erhaschen.
ReMO – mehr als nur Ausstellung
Erstmals in der Museumsgeschichte gibt es ein umfassendes museumspädagogisches Programm, das vor Ort in der neuen Museumswerkstatt umgesetzt werden kann. Speziell konzipierte Veranstaltungen für Interessierte jeden Alters verbinden den Kulturgenuss innerhalb der Ausstellung mit aktivem Erleben durch Forschen, Basteln und Werkeln.
Mit dem ReMObil besuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ReMO Schulen, Kitas sowie Seniorenheime, um historische Ereignisse oder Persönlichkeiten anschaulich vorzustellen und Fragen wie beispielsweise „Was spielte man eigentlich im 17. Jahrhundert?“ und „Mussten Kurprinzen auch zur Schule?“ zu beantworteten.